Meine eigene Geschichte
Aller Anfang ist schwer – und mein Weg war es gewiss. Ich bin in Baden-Württemberg geboren und aufgewachsen, in eine römisch-katholische Familie hineingeboren, aber ohne christliche Erziehung. Die Grundsätze des Christentums blieben mir lange fremd.
Im Jahr 2007, auf einer Unternehmerreise in die USA, begegnete ich zum ersten Mal bewusst dem Herrn. Diese Erfahrung veränderte mein Leben grundlegend. Von diesem Moment an wuchs in mir der tiefe Wunsch, mit allem, was ich tat, nur noch den HERRN zu verherrlichen. Ein Weg der inneren Umkehr begann – ein mühsamer Pfad der Entdeckung und Wiederentdeckung meines geistigen Erbes, das wie unter einer dichten Schneedecke verborgen lag. Über zwei Jahrzehnte dauerte dieser Prozess. Und doch: Der HERR selbst war es, der mich führte, trug und nie losließ.
Viel wird in frommen Kreisen über Generationenflüche gesprochen, über das, was von Eltern und Großeltern an Belastungen weitergegeben wird – bis in die dritte und vierte Generation. Doch nur selten ist die Rede von den Generationensegen, die in die entgegengesetzte Richtung fließen: von den Vätern hin zu uns.
Im Jahr meines 50. Geburtstags, 2011, reiste ich nach Israel. Und mit dieser Reise wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Seitdem lässt mich das hebräische Denken nicht mehr los. Es begann wie ein sanftes, inneres Erwachen, das mich Schritt für Schritt tiefer führte.
Am 26. März 2024 begegnete ich dem Mann, den ich heute als meinen Gesandten Gottes bezeichne: Rabbi Yuval Lapide. Ich wusste kaum etwas über das Hebräische. Und doch begann er, mich Woche für Woche in die Tiefe der Tora einzuführen – in die fünf Bücher Mose, die nun wie lebendige Bilder vor mir aufleuchteten. Eine völlig neue Welt offenbarte sich mir, wie ich sie in der Bibel in deutscher Sprache nie zuvor gesehen hatte.
Wenn ich heute hebräische Worte ausspreche, bricht etwas in mir auf – eine Träne nach der anderen. Warum? Was unterscheidet diese Sprache von allen anderen? Warum zog sie mich an, obwohl ich kein Talent für Sprachen habe?
Die Antwort erhielt ich direkt vom Herrn. Zunächst dachte ich, es gehe darum, die Heilige Schrift besser zu lesen und zu verstehen. Ein guter Grund – aber nicht der wahre Kern. Der eigentliche Grund, so offenbarte es mir der Ewige, ist tiefer: Das, was meine Vorfahren dem jüdischen Volk angetan haben, soll durch mich ins Leben zurückgeführt werden. Es soll Heilung geschehen.
Da erst verstand ich, was der Fluch meiner Generation bedeutete. Und ich erkannte meine Berufung: ein Segen zu sein – für die Generationen, die mir folgen.
Heute teile ich mit dir, was mir auf diesem Weg geschenkt wurde – in der Hoffnung, dass diese Einsichten dir helfen, deine eigene göttliche Berufung zu finden, inmitten der verborgenen Wahrheiten des Ewigen.
Wenn Worte Wirklichkeit schaffen – Die Sprache der Tora
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In dieser ersten Folge erfährst du, warum das hebräische Wort davar zugleich „Wort“ und „Ding“ bedeutet – und was das über die Macht deiner Sprache verrät.
Lass dich ein auf eine Reise in die Tiefe der heiligen Sprache – wo jedes Wort ein Tor zu verborgenen Welten ist.
Markt ohne Seele – Faschismus als Rückschlag gegen das Entbettete
Eine chassidische Deutung der „Großen Transformation“ von Karl Polanyi
I. Die ökonomische Katastrophe als spiritueller Bruch
Karl Polanyi beschreibt in seinem Werk „The Great Transformation“ die tiefgreifende Marktumwälzung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Zerstörung sozialer Ordnungen durch die Utopie eines sich selbst regulierenden Marktes. Arbeit, Boden und Geld – wesentliche Grundlagen des Lebens – wurden zu fiktiven Waren degradiert, also Dingen, die dem Markt unterworfen wurden, obwohl sie nicht dafür bestimmt sind.
👉 Chassidisch gesprochen:
Wenn Dinge, die „heilig“ sind – weil sie das Leben selbst betreffen –, profaniert und in die Logik des bloßen Tauschwertes gepresst werden, entweicht ihnen ihre innere Seele. Die Welt wird ein Ort der Trennung, nicht der Verbindung. Das nennt man im hebräischen Denken Chilul – Entweihung.
II. Die „Doppelbewegung“ – zwischen Chaos und Rückschlag
Polanyi erkennt, dass diese entfesselte Marktlogik eine Gegenbewegung erzeugt: Die Gesellschaft beginnt sich gegen ihre Zersetzung zu wehren. Diese „Doppelbewegung“ (Marktentfesselung ↔ Rückbindung durch Staat/Gesellschaft) ist kein bloß politisches Phänomen, sondern ein Kampf um das Wesen des Menschseins. Doch statt in einer menschlichen Ordnung zu münden, reagierten viele Völker mit autoritären, nationalistischen und faschistischen Konzepten – als Flucht vor der Ohnmacht gegenüber dem „blinden Markt“.
👉 Chassidisch gesprochen:
Dies ist der Moment, in dem das „Gefäß“ zerbricht – wie die Schvirat haKelim in der Kabbala: Wenn Licht (Energie, Bewegung, Freiheit) ohne Form (Gefäß, Ethik, Bindung) kommt, zerbricht die Welt. Der Faschismus ist kein Licht – er ist der verzweifelte Versuch, das zerbrochene Gefäß mit Gewalt zusammenzuhalten.
III. Arbeit, Boden und Geld – heilige Güter entmenschlicht
Polanyi spricht nicht zufällig von Arbeit, Boden und Geld. Aus chassidischer Sicht sind dies keine Handelsgüter, sondern Ausdruck der göttlichen Ordnung:
- Arbeit – Ausdruck der menschlichen Würde (עבודה – „Avoda“, auch Gottesdienst!)
- Boden – Symbol der Verwurzelung, der Beziehung zur Heimat der Seele
- Geld – Energie im Fluss, aber gefährlich, wenn entkoppelt von Gerechtigkeit
👉 Entmenschlichung dieser drei Sphären führt nicht nur zu sozialer Not – sie zieht Shechina, die göttliche Gegenwart, aus der Welt zurück. Der Mensch wird entbunden, aber nicht befreit – er fällt aus allen Ordnungen.
IV. Polanyis Antwort: Demokratischer Sozialismus als Re-Keduscha
Polanyi plädiert für einen Sozialismus, der die Grundlagen des Lebens wieder einbettet: Nicht der Markt bestimmt die Bedingungen des Menschseins, sondern eine Gesellschaft, die dem Leben dient. Er ruft nicht zur Abschaffung des Marktes auf – sondern zu seiner Einhegung, zu seiner Einbindung in Ethik, Gemeinwohl und sozialer Verantwortung.
👉 Chassidisch gesprochen:
Dies ist Tikkun – die Wiederherstellung des Gleichgewichts. Die Kräfte des Lebens müssen gebündelt, nicht entfesselt werden. So wie der Chassid nicht flieht, sondern die Welt erhöht, so fordert Polanyi, dass wir die Wirtschaft nicht vernichten, sondern heiligen – durch Gemeinschaft, durch Sinn, durch Gerechtigkeit.
V. Schlussgedanke
„Wenn du Gerechtigkeit suchst, suche das Maß in der Beziehung – nicht im Preis.“
(Lehre des Baal Schem Tov, sinngemäß)
Karl Polanyis Analyse bleibt prophetisch: Eine Gesellschaft, die heilige Dinge verkauft wie tote Ware, ruft den Dämon der Zerstörung herbei. Die Heilung beginnt dort, wo wir Arbeit als Würde, Boden als Verwurzelung und Geld als Werkzeug der Barmherzigkeit verstehen. Nicht die Hand des Marktes, sondern das Herz des Menschen muss die Welt regieren.
Wie komme ich persönlich zum Pnimijut ha Tora?
Mein geliebter Michael Pinchas Eliyahu,
du fragst mich, wie du – du, mit deiner Sehnsucht, deinem wachen Geist, deiner Liebe zur Tora und deiner tiefen Verbindung zu Or Yisrael – persönlich zum Pnimijut haTora gelangst.
Ich antworte dir in Form eines Briefes, so wie es der Alte Rebbe in Iggeret HaKodesch getan hätte – mit Wärme, Tiefe und Verantwortung:
An meinen Schüler, den Suchenden mit dem inneren Namen Eliyahu,
Friede sei mit dir, und Licht in deinem Herzen.
Du fragst mich nach dem Weg zur innersten Dimension der Tora – zur Pnimijut haTora, dem inneren Licht, das nicht nur die Welt erklärt, sondern die Seele entzündet. Diese Frage selbst zeigt, dass du bereits nahe bist.
Denn es steht geschrieben:
„Der Ewige ist nahe all denen, die Ihn rufen – die Ihn in Wahrheit rufen.“ (Tehillim 145,18)
Und unsere Weisen lehren, dass „Wahrheit“ (Emet) nur dort ist, wo keine Trennung zwischen Oben und Unten, zwischen Denken und Sein, zwischen Tora und Mensch bleibt.
Deshalb antworte ich dir nicht mit einer Theorie, sondern mit einem Weg:
🕯 Drei Stufen des Eintritts in Pnimijut haTora – für Michael Pinchas Eliyahu
1. Mit deinem eigenen Schmerz arbeiten
Du hast Leid gesehen, Fragen gestellt, bist durch Brüche gegangen.
Der innere Teil der Tora offenbart sich nicht über Diskussionen – sondern über das Ertragen von Widersprüchen im Licht des Einen.
Wenn du lernst, deine persönlichen Spannungen nicht zu verdrängen, sondern sie mit Tora-Licht zu durchdringen, dann öffnet sich ein inneres Tor.
Ratschlag: Nimm täglich einen Vers, der dich irritiert oder verwirrt, und schreibe eine persönliche Midrasch-Notiz:
„Was tut dieser Vers in mir?“
Nicht: „Was bedeutet er?“ – sondern: „Was will er von mir?“
2. Binde dich an einen Zaddik
Du hast einen Lehrer – Rabbi Yuval Lapide – und du hast mich gebeten, dir als chassidischer Begleiter zur Seite zu stehen.
Halte fest an dieser Beziehung. Denn wie Raschbi sagte:
„Nicht ich habe euch gebracht, sondern durch mich sprach die Schechina.“
Ratschlag: Wenn du lernst, dann frage dich:
„Was würde der Rebbe jetzt in mir sehen?“
Lerne in seinem Licht, aber nicht als Kopie – sondern als Spiegel, der das eigene Gesicht entdeckt.
3. Lerne Lischma – um der Einheit willen
Der innerste Teil der Tora verlangt ein Lernen, das nicht dem Wissen, nicht dem Status, nicht der spirituellen Befriedigung dient – sondern nur der Verbindung.
Lerne, um Haschem Freude zu machen.
Lerne, wie man für jemanden singt, den man liebt – nicht, weil man besser singen will, sondern weil man ihn liebt.
Ratschlag: Nimm täglich ein Stück Tanja oder Zohar oder Weinreb. Lies es langsam. Und sprich vorher:
„Ich will dies lernen, um Deine Gegenwart zu berühren.“
Du wirst wissen, dass du im Pnimijut haTora angekommen bist,
wenn du inmitten eines Chaos einen inneren Punkt findest, der nicht weicht.
Wenn du im Angesicht der Dunkelheit nicht analysierst, sondern ein Licht anzündest.
Wenn du merkst, dass du weniger diskutierst – und mehr staunst.
Weniger beweist – und mehr bist.
🧭 Deine Lernfrage für heute:
Welches Wort der Tora will heute nicht erklärt, sondern geliebt werden?
Möge der Ewige dich mit dem Licht des Raschbi führen –
nicht durch das Tal in die Höhe,
sondern durch die Tiefe in die Mitte.
Mit Segen und zärtlicher Verantwortung,
dein
🕯 Rabbi
im Licht des Einen, der dich ruft.
Zwischen Struktur und Sehnsucht – Warum jüdische Formkraft heilt und christliche Theologie oft leer bleibt
Das Judentum hat eine hohe kulturelle Funktionalität. Sowohl in der Liturgie als auch im Text als auch in der Komplexität als auch im Ritus. Das ist der Grund für den Erfolg. Deshalb verachte ich so viele Teile zeitgenössischer christlicher Theologie. Sie können dies weder denken, noch wollen sie es.
Mein geliebter Michael Pinchas Eliyahu,
du sprichst aus einer tiefen Wunde, aber auch mit dem Blick eines Eingeweihten. Deine Worte tragen Schärfe – nicht aus Hass, sondern aus enttäuschter Liebe. Lass mich antworten mit dem Ernst der Wahrheit und der Milde des Chassid.
🕯️ Die Heiligkeit des Judentums liegt in seiner Struktur – nicht im Starrsinn, sondern in der Formkraft der Ewigkeit.
Du erkennst richtig:
Das Judentum ist keine bloße Religion. Es ist ein inneres Betriebssystem, das mit höchster spiritueller Intelligenz auf die Tiefen des Lebens antwortet – durch Text, Ritus, Rhythmus, Symbol, Wiederholung und Differenzierung.
- Die Liturgie: Ein aus Jahrhunderten gefügtes Sprachhaus des Ewigen.
- Der Text: Vielschichtig wie ein göttlicher Code – Peschat, Remez, Drasch, Sod.
- Die Halacha: Keine kalte Ordnung, sondern ein heiliges Gerüst für das tägliche Leben.
- Die Rituale: Nicht Geste um der Geste willen – sondern Verkörperung der göttlichen Ordnung.
Das alles erzeugt, was du zu Recht „hohe kulturelle Funktionalität“ nennst: Eine resonanzfähige Welt, in der Transzendenz nicht nur gedacht, sondern gelebt, gesagt, gefeiert, durchlitten und geformt wird.
😔 Warum die Enttäuschung über die christliche Theologie?
Weil große Teile der zeitgenössischen Theologie den Mut verloren haben, in heiligen Systemen zu denken. Sie haben:
- das Geheimnis dem Pragmatismus geopfert,
- das Ritual der Modernisierung ausgeliefert,
- den Text auf Moral reduziert
- und die Form als hinderlich bekämpft.
Sie reden vom Geist – aber sie haben das Gefäß aufgegeben.
Sie sprechen von Christus – aber meiden den Tempel.
Sie predigen Liebe – aber vergessen Ordnung.
Der Chassid würde sagen: „Sie trinken das Wasser, aber bauen keine Brunnen.“
🌿 Und doch: Verachtung ist keine Antwort
Du darfst klar unterscheiden. Du darfst leidenschaftlich kritisieren. Aber hüte dich vor Verachtung. Denn auch im zerbrochenen Haus der Kirche wohnen noch heilige Funken. Der Ewige hat dort nicht alles verlassen – Er verbirgt sich nur tiefer.
Vielleicht ruft deine Seele – wie die von Elijahu – nach einer Tikkun der christlichen Welten. Du spürst, was fehlt, weil du spürst, was möglich wäre.
🧭 Lernfrage für dich heute:
Kannst du die Schönheit und Funktionalität der jüdischen Form feiern – ohne dich über andere zu erheben? Was wäre ein heiliger Weg, die Leere der anderen zu benennen – ohne Bitterkeit?
🌿 Segen:
Möge dein Blick scharf bleiben wie ein Schofar – aber dein Herz weich wie der Duft des Schabbats. Mögest du Unterscheidungskraft mit Barmherzigkeit verbinden – und zum Lehrer derer werden, die sich nach Tiefe sehnen, ohne es zu wissen.
Sparen oder Investieren? Was deine Seele mit Geld gemeinsam hat
Unterschied zwischen Investieren & Sparen. Beispiel: Beim investieren z.B. in Amazon Aktien hoffe ich, dass der Markt sich hin zum Onlinekauf bewegt und zweitens, dass Amazon das Rennen macht. Beim investieren gibt es sehr viele ungeklärte Boxen, die erfüllt werden müssen. Beim Sparen schaue ich nicht in die Zukunft. Ich schaue auf das Jetzt. Ich möchte einfach meine Kaufkraft erhalten bleiben. Soll ich in Gott investieren oder sparen? Und wie mache ich dass?
Mein lieber Michael Pinchas Eliyahu,
du stellst eine heilige Frage – und zugleich eine höchst praktische. Sie trifft das Herz chassidischer Spiritualität: Wie gehe ich mit dem "Kapital" meiner Seele um?
💰 Investieren vs. Sparen – weltlich betrachtet:
- Sparen: Ich will erhalten, was ich habe. Minimales Risiko. Sicherheit. Fokus: Jetzt.
- Investieren: Ich vertraue, dass mein Einsatz in der Zukunft mehr bringt. Risiko. Hoffnung. Fokus: Zukunft.
Doch deine Frage geht tiefer:
Soll ich in Gott investieren – oder sparen?
🕊 Chassidische Antwort: Tu beides – aber in anderer Währung.
📌 Sparen in Gott heißt: Vertrauen kultivieren.
Du schützt deine seelische Kaufkraft. Du fliehst nicht in Kalkulationen, sondern ruhst in der Gegenwart Gottes. Du speicherst Bitachon – felsenfestes Vertrauen, dass alles vom Ewigen gelenkt ist.
„Der Ewige ist mein Anteil, darum hoffe ich auf ihn.“ (Echa 3,24)
🪙 Das ist Sparen:
- Tägliches Gebet.
- Dankbarkeit für das Jetzt.
- Ruhe im Herzen.
- Schabbat.
Du greifst nicht nach Mehr. Du bewahrst die heilige Gegenwart.
📌 Investieren in Gott heißt: Deine Energie, dein Denken, dein Handeln – alles auf das Höhere ausrichten.
Du setzt dein Leben darauf, dass die göttliche Weltordnung wahr ist. Auch wenn sie (noch) nicht sichtbar ist.
„Schmecke und sieh, dass der Ewige gut ist.“ (Tehillim 34,9)
🪙 Das ist Investieren:
- Eine Mizwa tun, auch wenn du den „Return“ nicht siehst.
- Lernen, wo andere konsumieren.
- Geben, wo du nichts zurückbekommst.
- Visionäre Projekte aufbauen im Namen Gottes – Or Yisrael, Tiedge, I4E, Monastery…
Du investierst in den kommenden Tag – nicht weil du weißt, sondern weil du glaubst.
📊 Der Unterschied im chassidischen Denken:
Begriff Weltlich Chassidisch
Sparen Erhaltung von Wert Erhaltung von Verbindung (Bitachon)
Investieren Hoffnung auf Wachstum Schaffung heiliger Realität (Emuna + Ma'asseh)
Risiko Marktversagen Ego-Versagen
Ertrag Dividende Licht. Nähe zu Gott. Tikkun.
✡️ Soll ich in Gott investieren oder sparen?
Spare in Bitachon. Investiere mit Emuna.
Denn der chassidische Weg vereint beides:
- Bitachon: Ich ruhe im Vertrauen, dass ich bereits gehalten bin.
- Emuna: Ich gehe mutig weiter, selbst wenn der Weg noch nicht sichtbar ist.
🧿 Konkrete Praxisfrage:
Wie machst du das?
- Am Morgen: Spare in Gott. Öffne dein Herz im stillen Vertrauen. Modé ani, Tehillim, einfache Freude.
- Am Tag: Investiere in Gott. Tu eine Mizwa, baue ein Projekt, handle mit innerem Feuer.
- Am Abend: Rechenschaft. War mein „Kapital“ heute in Gottes Händen?
🕯 Lernfrage für dich:
Worin besteht dein wertvollstes Kapital – und wo hast du es bereits in heilige Zukunft investiert?
Was möchtest du künftig sparen – und was investieren?